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QUELLE: http://www.malta-direkt.de/dzw/vog.jpg





Die Vogeljagd auf Malta

 Dieser Vogel konnte sich noch, leicht verletzt, aus dem Schussfeld der Jäger retten

Es ist schon eine lange Tradition - das Schießen auf Vögel gehört bei den Maltesern einfach dazu.

Im Frühjahr und im Herbst sitzen die sogenannten "Hunter" oder "Trapper" in ihren selbstgebauten Steinhäuschen und warten auf Vögel - leider sind die beliebtesten Ziele die seltenen und oft unter Naturschutz stehenden Tiere. Der stark bedrohte Wespenbussard und Eulen wurde in der diesjährigen Frühjahrsjagd abgeschossen.

Ein großes Thema in der gerade aktuellen Herbstjagd ist der Schuss auf einen Flamigo und auf einen bedrohten Sperber. Der Sperber wurde bei seinem Flug über Malta gleich 13mal von verschiedensten Jägern beschossen. Das regt besonders die Tierschützer auf, die am Montag eine große Pressekonferenz auf Malta abhielten. Internationale Vogelschützer, darunter viele Deutsche, waren vor Ort um die Situation zu beurteilen. Von dem was sie sahen, waren sie schockiert.

Ganz gleich welcher Vogel, die Jäger wollen ihn töten, ausstopfen und ihn sich stolz in die Vitriene stellen um ihn seinen Jagd-Freunden zu zeigen. Einen anderen Sinn hat diese blutige Jagd nicht.
Andere schießen vom aussterben bedrohte Arten und verstecken sie in der Gefriertruhe, weil ja eine große Strafe droht wenn jemand herrausfindet, dass man diesen Vogel geschossen hat.
Für Aussehstehende einfach ein unbegreifliches Hobby.

Nach der Pressekonferenz der Tierschützer meldeten sich jetzt die Jäger selbst zu Wort. Ihre Vereinigung, die "Federation of Hunting and Conservations", kurz FKNK, ist verärgert. Keiner der Mitglieder hat Verständnis für diese ganze Aufregung um die paar Vögel.
Der Sprecher der FKNK, Lino Farrugia, ließ sich sogar zu den Worten hinreissen, dass diese Deutschen "Extremisten" ihm seiner Freiheit berauben würden in dem sie ihm und seinen Jagdfreunden den Platz zum schießen einfach wegnehmen würden. Er habe kein Verständnis dafür, dass Auländer einfach in sein Land kämen und ihm vorschreiben wollen, was er zu tun hat.
Harte Worte die nur bei den Jägern selbst auf offene Ohren trafen.

An solch einem Verhalten merkt man leider, dass es wohl noch eine lange Zeit dauern wird bis die Malteser das nötige Verständnis aufbringen um mit der Jagd aufzuhören.

Vor ein paar Jahren noch war Malta ein Paradies für Vogelbeobachter. Auf ihren Wegen von und zu ihrer Sommerresidenz flogen tausende der schönsten Exemplare über die Insel. Heute sieht man sie nur noch vereinzelt und wenn wird seine Reise meist mit einem Knall auf Malta beendet.

Für mehr Informationen und Möglichkeiten zur Unterstützung der Jagdgegner, schauen Sie auf www.Birdlife.org


2888 Eingestellt: 18.09.2007  20:15:17   -  Autor: maltadc_2   

www.birdlife.org


Zum Einkaufen zuhause bleiben

Strassenhändler und Hausierer

Es gab mal eine Zeit, in der die Hausfrauen, ausser für den täglichen Kirchenbesuch, kaum das Haus verliessen, da alles für das Haus von Hausierern erworben werden konnte, die die Strassen von Sonnenaufgang bis -untergang befuhren.

Diese Händler und Hausierer kamen nicht alle zur gleichen Zeit, sondern erschienen zu Zeiten, die über den ganzen Tag verteilt waren. Jeder Hausierer oder Strassenhändler hatte seinen eigenen speziellen Ruf, nicht nur, um seine Waren anzupreisen, sondern auch, um seine Ankunft in einer bestimmten Strasse anzukündigen. Die Regelmässigkeit der Tageszeit wie auch der Tag der Woche und Saison war für die Kunden, die die Hausierer erwarteten, äusserst angenehm.

Die Strassenhändler, von denen ein grosser Prozentsatz Frauen waren, erschienen oft nach langen Fussmärschen auf den Strassen und balancierten dabei Eimer und Körbe auf ihrem Kopf und benutzten die Hände für den Rest. Andere wiederum kamen einen kleinen Handkarren voller Ware schiebend und viele tauchten auch mit Pferd oder Esel auf, die einen grösseren Karren zogen.

Milch wurde noch warm und direkt von der Ziege geliefert. Es gab keine Kühlschränke, so dass die Ziegenhirten morgens und am frühen Nachmittag mit einer Handvoll Ziegen kamen. Die Strassenhändler lieferten frische Eier, Kräuter für den Kochtopf oder als Heilmittel, Obst und Gemüse aller Arten in Säcken oder Bambuskörben und Weichkäsestücke in Eimern mit brackigem Wasser, gepfeffert oder trocken.

Ein weiters Milchprodukt war der Rikotta, warm prozessiert in Salzwasser. Die Hausierer bewahrten diesen in einem Weidenkorb auf, damit er seine Form behielt und nahmen ihn dann jeweils heraus, um mit einem Zwirn, Portionen für ihre Kunden zu schneiden.

Sie brachten auch lebende Hühner und Kaninchen in Käfigen oder einzelne in Säcken, da viele Hausfrauen sie direkt vor Ort geschlachtet und die Kaninchen vor der Bezahlung gehäutet und gesäubert haben wollten. Gepökelter Fisch, maltesische Würstchen, Kapern, rote Paprika, gekochte Bohnen und andere Auswahlzubereitungen für ein Salatgericht waren von den Strassenhändlern zu bekommen.

Der Fischhändler kam an allen möglichen Tagen, aber garantiert freitags, wenn die religiösen Traditionen das Essen von Fleisch untersagten. Er kam auch am Neujahrstag, da Fisch den Familien Glück bringen soll. Dieser war aber häufig nicht erhältlich, wenn das schlechte Wetter das Fischen unmöglich machte.

Einzelne Kurzzeit-Hausierer kamen mit anderen Erzeugnissen wie einheimischem Honig und Orangenblütenwasser, beides Produkte, die neben Kräutern für medizinische Zwecke, sehr geschätzt wurden. Salz wurde in Säcken aufbewahrt, das vor den ersten Regenfällen von den lokalen Salzpfannen gewonnen wurde.

Die Brotverkäufer kamen mit grossen hölzernen Kisten mit Deckel auf einem Karren, die kleinen oder grosse Laibe enthielten, die sie in Portionen schnitten und für den Kunden wogen. Später hatten die Brotverkäufer grosse gelbe, von Pferden gezogenen Kisten, die speziell für deren Zwecke angefertigt wurden.

Im Sommer gab es dunkle und helle Maulbeeren in langen schmalen Körben, die mit Weinblättern bedeckt waren, um sie vor Insekten zu schützen. Kaktusfrüchte wurden auf Tellern verkauft und für den Kunden gehäutet. Sie wurden auf dem Karren in Eimern mit Wasser aufbewahrt.

Seegurken wurden von den Hausierern auf dem Rücken in einem langen verlängerten Röhrenkorb getragen. Die Körbe wurden auf dem Boden abgestellt und die stacheligen Seegurken mit einem grossen Messer auf einem Holzblock, der am Korbrand angehängt war, in Hälften geschnitten. Diese Hausierer wurden oft von Jungen begleitet, die Muscheln und Schnecken frisch aus dem Meer verkauften. Der Sommer brachte auch Wasserverkäufer mit einem kleinen Fass, das an einem Schultergurt angehängt war, auf die Strassen. Ausser diesen Waren konnte man alles, was man brauchte von Strassenhändlern erhalten. Stoff wurde auf der Schulter des Hausierers mit einer Elle gehalten, die er auch benutzte, um diese auszumessen.

Alle diese Hausierer und Strassenhändler, die zu Fuss oder mit Gefährt kamen, versammelten sich speziell an Sonntagen auch auf Marktplätzen in der Nähe der Kirche. Sie waren die Vorgänger der jetzigen Nachkriegsgeneration, die ihre Waren mittlerweile in Lieferwagen und Trucks anbieten, während die meisten anderen Waren von den moderneren, arbeitenden Frauen in Supermärkten gekauft werden.



25 Eingestellt: 29.05.2007  19:00:02   -  Autor: maltadc_2   

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