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 ZULETZT GELESEN / JÜNGSTE BEITRÄGE

Zebbug, ein kleines Agrarstädtchen 6 km südwestlich von Valletta


Zebbug ist ein altes Agrarstädtchen, das ungefähr 6 km südwestlich von Valletta liegt. Es war bereits 1436 eine selbständige Pfarrgemeinde mit dem heiligen Philippus von Aggira als Schutzpatron, dessen Fest Mitte Juni gefeiert wird. Im Zentrum gibt es noch einige Häuser aus dem 16. Jahrhundert. 1778 verlieh der französische Grossmeister de Rohan Zebbug die Stadtrechte. Ihm zu Ehren bauten die Bewohner ein Tor, welches man von Qormi aus kommend - linker Hand - liegen sieht. Die Gemeindekirche soll 1599 vollendet worden sein. Der Eingang und die Brüstung erinnern ein wenig an die Ko-Kathedrale in Valletta, ein Werk Gerolamo Cassars. Diese Kirche ist wahrscheinlich ein Werk seines Sohnes Vittorio. Das Innere der Kirche ist reich an Barock mit prächtigen Seitenaltären, Fresken, einem Baldachin aus rotem Damast über dem Hochaltar und vergoldeten Pfeilerbögen. Die Statue des Schutzpatrons wiegt 63 kg, ist aus massivem Silber und wurde 1863 von Luigi Fontana in Rom angefertigt. St. Philippus segnet mit seiner rechten Hand und zerschmettert mit dem Kreuz in der linken Hand die Schlange, das Symbol des Teufels.

Nahe der Hauptkirche befindet sich das kleine Kirchlein von St. Rochus aus dem ausgehenden 16. Jahrhundert. Das Gebäude ist typisch für die Zeit, mit einem offenen Glockenturm und einem runden Fenster über dem Eingang. Auch in Zebbug gibt es Festawettstreite wie in vielen anderen Orten auf der Insel. Die Anhänger des Schutzpatrons haben sich in den sechziger Jahren in 2 Bandclubs geteilt - St. Philip und den des 11. Mais. Beide Bands bestreiten am Freitag bzw. Samstagabend die Märsche aus Anlass der Festa für den Schutzpatron und natürlich auch das Feuerwerk, was in Zebbug auf Pfählen stattfindet.

Zebbug ist ausserdem die Geburtsstadt zahlreicher berühmter Malteser, z.B. des Bischofs Caruana, der 1798 den Aufstand gegen die Franzosen leitete und des Heimatdichters Dun Karm. Ausserdem ist einer der bedeutendsten Künstler Maltas, der Bildhauer Antonio Sciortino dort geboren. Er lebte von 1881 - 1947 und lässt sich als Vertreter der Moderne bezeichnen. Er war Schüler des Instituts für "Schöne Künste in Rom", besuchte Paris und geriet dort unter den Einfluss des Impressionisten Rodin. Sein letztes Werk, genannt die "Gassenjungen" entstand 1902 und befindet sich heute in den Upper Baracca Gardens in Valletta. Den die Skulptur auszeichnenden Subjektivismus behielt Sciortino auch bei, als er sich ab 1910 einen modernen Ausdrucksstil zuwandte. Mit seinem Thema der Auflösung realistischer, statischer Darstellungen in die Bewegung, eine Richtung, die man auch als "Dynamismus" bezeichnet, lässt er sich dem Futurismus zuordnen. Dieser Stil entstand etwa ab 1909 in Italien und war eine der ersten Strömungen in der Kunst des 20. Jahrhunderts, die sich zwar vom Realismus abwandte, aber im Gegensatz zum Kubismus sehr subjektiv blieb. Geistesgeschichtlich entstand diese Bewegung aus dem Pathos einer Kultur der Zukunft, deshalb Futurismus. Politisch fand er später seine Fortsetzung im italienischen Faschismus, im sowjetischen Kommunismus und in den Befreiungsbewegungen gegen den Kolonialismus. Sciortino hat allerdings insofern eine Sonderstellung, in dem er sich nicht unmittelbar vereinnahmen liess. Sein Werk besteht überwiegend aus Bildnisbüsten und Denkmälern. Viele Skulpturen sind nur als Gipsmodelle erhalten und im "Museum der schönen Künste" in Valletta zu sehen. Mit einem Denkmal für den russischen Dichter Sewtschenko in Kiew erlangte er 1914 internationalen Erfolg, des weiteren mit einem für Anton Tschechow und für den lateinamerikanischen Befreiungshelden Simon Bolivar. Ausgeführte Arbeiten des Bildhauers in Malta befinden sich in Floriana - gegenüber dem City Gate von Valletta - eine Christkönigfigur - und eine andere allegorische Figur ist auf dem Platz des Sieges in Valletta zur Erinnerung und die große Belagerung zu sehen.


23 Eingestellt: 29.05.2007  18:55:56   -  Autor: maltadc_2   



QUELLE: http://www.malta-direkt.de/dzw/feuerwerk1.jpg





So war Silvester auf Malta

 

Maltesische Neujahrsbräuche am Ende des 19. Jahrhunderts

Früh am Morgen des 1. Januars konnte man in den Städten und Dörfern Gruppen von Kindern auf den Straßen sehen, die jeder eine kleine ovalförmige Dose in der Hand hielten. Jedes Kind, das man traf, wünschte einem ein "Is-Sena it-tajba" ein glückliches Neues Jahr, und erflehte das jährliche Scherflein, indem es unmissverständlich mit den Münzen in der Holzdose klirrte. Der Brauch am Neujahrstag ein L-Istrina (ein kleines Geldgeschenk) an diese Kinder, Hausdiener und Personen in niedriger Stellung zu geben, war ein anerkannter Brauch auf der Insel.

Das Geschenkemachen am ersten Tag des Jahres ist ohne Zweifel eine Sitte aus dem Altertum. So unbedarft wie es damals Brauch war, Kindern und Dienern am Neujahrstag Geldgeschenke zu machen, wurde dies im Altertum von den Römern in Huldigung des zweigesichtigen Janus getan, dem Gott des Jahres, der in diesem besonderen Masse im ersten Monat, dem Januar geehrt wurde. Das Geben eines strina im Januar wurde vehement von dem frühen Konzil von Auxerre als ein Akt heidnischer Verehrung verurteilt.

Es gibt ein Essay aus dem Jahre 1592 über Neujahrsgeschenke, das erklärt, dass die Römer grosse Anhänger dieser Sitte waren, auch wenn ihr Jahr erst im März begann und aus 10 Monaten mit jeweils 36 Tagen bestand. Auch als der Philosoph Numa Januar und Februar den anderen 10 Monaten hinzufügte, war es der 1. Januar, an dem sie Geschenke machten. Sogar Romulus und Tatius verfügten, dass ihnen jedes Jahr, unter anderen Geschenken, eine bestimmte Pflanze gebracht würde, zum Zeichen von Glück im Neuen Jahr.

Kaiser Tiberius verbot das Geben oder Annehmen von Neujahrsgeschenken völlig, es sei denn, dies geschah genau am 1. Januar, an dem Tag, an dem die Senatoren, Ritter und andere hohe Persönlichkeiten dem Imperator Geschenke brachten und in seiner Abwesenheit im Kapitol hinterliessen.

An einigen Orten in Malta war es Sitte, dass Männer am Neujahrstag herumgingen und etwas Kalk in die Hauseingänge verstreuten. Das sollte vermutlich Glück bringen, aber es ist nicht bekannt woher dieser Brauch stammt und wann genau er aufkam.

Anlässlich des Jahreswechsels wurden Neujahrsgrüsse verstärkt in Form von Visitenkarten untereinander ausgetauscht, insbesondere innerhalb der Oberschicht der Gesellschaft.

Am letzten Tag des alten Jahres oder am Morgen des 1. Januars gingen Gruppen von Strassenmusikern von Haus zu Haus und spielten beliebte Musikstücke als Neujahrsgruss. Diese Männer verliessen selten ein Haus ohne ein kleines Geldgeschenk als Belohnung dafür zu erhalten, ihre jährlichen Glückwünsche in dieser Form zu überbringen.


27 Eingestellt: 29.05.2007  19:04:52   -  Autor: maltadc_2   

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