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Zejtun war bereits in der phönizischen Zeit bewohnt...

Der Name Zejtun bedeutet "wo es Öl gibt" und ist darauf zurückzuführen, dass die Ortschaft in früheren Zeiten Olivenbäume besass. Zejtun war bereits in der phönizischen Zeit bewohnt. Es wurden Reste einer römischen Villa gefunden. Zejtun ist seit 1436 eine selbständige Pfarrgemeinde. Die ehemalige alte Pfarrkirche St. Gregory gehört zu den ältesten der Insel. Vor der Kirche befindet sich eine Statue, aus weichem Sandstein gehauen, die Papst Gregor darstellt. Stückweise wurde Ende des 15., 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts an der Kirche weitergebaut. Dadurch ist ein beeindruckender Kontrast verschiedener Baustile entstanden. Das einfache, recht schmucklose Gebäude besitzt im heutigen Zustand ein verziertes Renaissanceportal, dass im 17. Jahrhundert angefertigt wurde. Das Altarbild und das Gemälde von St. Gregor aus dem 17. Jahrhundert. werden einem Schüler von Caravaggio zugeschrieben. 1969 fand der Exküster John Debono während Reparaturarbeiten an der Kirche zwei lange Durchgänge in den dicken Mauern. In einem befanden sich die Gebeine von ca. 80 Personen. Eine Untersuchung erwies, dass die Gebeine offensichtlich vorher woanders begraben waren. Aber eine endgültige Aufklärung konnte bislang nicht gefunden werden.

Die Kirche ist auch Ziel einer alten Prozession zur Erinnerung an St. Gregor, die bereits seit 1546 besteht und seinerzeit in Mdina stattfand. Alle Gemeinden nahmen daran teil, bis 1926 ein für Malta typischer Konflikt dem Umzug ein Ende bereitete. Die Domherren von Birkirkara und Senglea stritten sich darüber, wer das Anrecht auf den wichtigsten Platz in der Prozession habe. Heute wird sie am Mittwoch nach Ostern abgehalten. Sie beginnt in Tarxien, aber St. Gregor ist noch heute so bedeutend, dass der Erzbischof, das Domkapitel, viele Priester und Laien mitlaufen. Nach der Messe zieht man zur Unterhaltung nach Marsaxlokk, und einige mutige Malteser beginnen mit dem Anbaden im Meer. Die Kirche wird heute fast ausschliesslich als Friedhofskapelle genutzt. Da die genannte Kirche wegen ihrer Lage ausserhalb des Ortes durch ständige Türkenangriffe gefährdet war, baute man Anfang des 18. Jahrhunderts. eine weitere und grössere. Sie wurde von Lorenzo Gafa entworfen und von Freiwilligen in ungefähr 28 Jahren gebaut. Ein reicher Wohltäter finanzierte das Projekt und schenkte den Grund und Boden.

Die Festa in Zejtun wird - im Gegensatz zu anderen Orten - nicht im Sommer abgehalten, sondern im November. Die Karfreitagsprozession von Zejtun ist wegen ihres bewegenden Eindrucks eine der meistbesuchten in Malta. Zejtun liegt nicht am Meer und wird in den gängigen Reiseführern in der Regel spärlich behandelt, aber der Ort ist einen Besuch wert.


24 Eingestellt: 29.05.2007  18:58:09   -  Autor: maltadc_2   


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