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QUELLE: http://www.malta-direkt.de/php-people/pic-big/daniela-port-3-290.jpg





Daniela Zwack-Wandrey

 Daniela auf ihrer Lieblingsinsel :-)

Geb: 03.07.1984
Geburtsort: Rosenheim (Oberbayern)

Wann und warum bist Du nach Malta gekommen?

Am 06.02.2006 habe ich zusammen mit meinem Freund Carsten Brien auf der kleinen Insel Malta meine Zelte aufgeschlagen. In unserem Gepäck hatten wir alles was wir besaßen (ein Zurück nach Deutschland sollte es ja schließlich nicht geben) und zwei lustige 3rädrige Fahrzeuge. Mit Diesen wollten wir das typische Auswanderungsbusiness - Bratwurst verkaufen – beginnen.

War das die Grundidee? Irgendwo hin zugehen um Bratwurst zu verkaufen?

Nein, eigentlich ist uns die Bratwurst-Idee erst gekommen, nachdem wir beschlossen hatten nach Malta zu ziehen. Wir wussten Beide, dass wir nicht in Deutschland bleiben wollen und so haben wir uns ein Land gesucht, in dem wir uns wohler fühlen. Das Meer, die Sonne und die Freundlichkeit der Menschen haben uns einfach überzeugt. Und nach dieser Entscheidung haben wir erst intensiv überlegt, was man auf Malta tun kann. Tja, und nachdem nicht jeder Tourist und auch nicht jeder Malteser ständig Pastizzie essen will, gibt es jetzt eben auch Bratwurst.

Ist Dir der Neuanfang schwer gefallen?

Natürlich ist es nicht das Einfachste mit einem eigenen Geschäft im Ausland Fuß fassen zu wollen. Man muss sich erst an Begebenheiten, Gesetze und die Mentalität gewöhnen, aber es war das Beste was wir machen konnten. Unser ganzer Lebensstil hat sich seit dem Umzug verändert. Man kann mehr genießen und schönere Dinge tun. Wie oft passiert es einem schon in Deutschland, dass man in Ämtern zuvorkommend behandelt wird und einem sogar Hilfe angeboten wird?! Also mir nicht so oft….

Was unternimmt man denn auf Malta in seiner Freizeit?

Im Sommer ist das Angebot natürlich riesig. Schwimmen gehen, Sonnenbaden, Schnorcheln, Tauchen, Grillen, …. Um nur die typischsten Dinge zu nennen. Ansonsten gilt es auf Malta natürlich auch sehr viel Kultur und Geschichte zu entdecken. Die Tempel, Kirchen (Bei 365 ist das eine echte Lebensaufgabe), das wunderschöne Manoel Theater, in dem oft schöne und erstklassige Aufführungen stattfinden, und in Valletta gibt es so unglaublich viel Geschichtliches zu entdecken, dass man dafür mehrere Tage braucht (wenn man durchgehend unterwegs istJ)
Aber auch die ganz einfachen Dinge wie shoppen, es gibt hier leider sehr günstige Schuhe, und in Cafes sitzen und Leute beobachten, machen auf dieser Insel besonders viel Spaß.

Das klingt nach einer glücklichen Auswanderin?!

Oh ja, das bin ich. Natürlich gibt es überall irgendetwas zu meckern, aber ich bin sehr, sehr froh diesen Schritt mit meinem Partner gewagt zu haben.


41 Eingestellt: 03.06.2007  20:16:22   -  Autor: maltadc_2   




Zum Einkaufen zuhause bleiben

Strassenhändler und Hausierer

Es gab mal eine Zeit, in der die Hausfrauen, ausser für den täglichen Kirchenbesuch, kaum das Haus verliessen, da alles für das Haus von Hausierern erworben werden konnte, die die Strassen von Sonnenaufgang bis -untergang befuhren.

Diese Händler und Hausierer kamen nicht alle zur gleichen Zeit, sondern erschienen zu Zeiten, die über den ganzen Tag verteilt waren. Jeder Hausierer oder Strassenhändler hatte seinen eigenen speziellen Ruf, nicht nur, um seine Waren anzupreisen, sondern auch, um seine Ankunft in einer bestimmten Strasse anzukündigen. Die Regelmässigkeit der Tageszeit wie auch der Tag der Woche und Saison war für die Kunden, die die Hausierer erwarteten, äusserst angenehm.

Die Strassenhändler, von denen ein grosser Prozentsatz Frauen waren, erschienen oft nach langen Fussmärschen auf den Strassen und balancierten dabei Eimer und Körbe auf ihrem Kopf und benutzten die Hände für den Rest. Andere wiederum kamen einen kleinen Handkarren voller Ware schiebend und viele tauchten auch mit Pferd oder Esel auf, die einen grösseren Karren zogen.

Milch wurde noch warm und direkt von der Ziege geliefert. Es gab keine Kühlschränke, so dass die Ziegenhirten morgens und am frühen Nachmittag mit einer Handvoll Ziegen kamen. Die Strassenhändler lieferten frische Eier, Kräuter für den Kochtopf oder als Heilmittel, Obst und Gemüse aller Arten in Säcken oder Bambuskörben und Weichkäsestücke in Eimern mit brackigem Wasser, gepfeffert oder trocken.

Ein weiters Milchprodukt war der Rikotta, warm prozessiert in Salzwasser. Die Hausierer bewahrten diesen in einem Weidenkorb auf, damit er seine Form behielt und nahmen ihn dann jeweils heraus, um mit einem Zwirn, Portionen für ihre Kunden zu schneiden.

Sie brachten auch lebende Hühner und Kaninchen in Käfigen oder einzelne in Säcken, da viele Hausfrauen sie direkt vor Ort geschlachtet und die Kaninchen vor der Bezahlung gehäutet und gesäubert haben wollten. Gepökelter Fisch, maltesische Würstchen, Kapern, rote Paprika, gekochte Bohnen und andere Auswahlzubereitungen für ein Salatgericht waren von den Strassenhändlern zu bekommen.

Der Fischhändler kam an allen möglichen Tagen, aber garantiert freitags, wenn die religiösen Traditionen das Essen von Fleisch untersagten. Er kam auch am Neujahrstag, da Fisch den Familien Glück bringen soll. Dieser war aber häufig nicht erhältlich, wenn das schlechte Wetter das Fischen unmöglich machte.

Einzelne Kurzzeit-Hausierer kamen mit anderen Erzeugnissen wie einheimischem Honig und Orangenblütenwasser, beides Produkte, die neben Kräutern für medizinische Zwecke, sehr geschätzt wurden. Salz wurde in Säcken aufbewahrt, das vor den ersten Regenfällen von den lokalen Salzpfannen gewonnen wurde.

Die Brotverkäufer kamen mit grossen hölzernen Kisten mit Deckel auf einem Karren, die kleinen oder grosse Laibe enthielten, die sie in Portionen schnitten und für den Kunden wogen. Später hatten die Brotverkäufer grosse gelbe, von Pferden gezogenen Kisten, die speziell für deren Zwecke angefertigt wurden.

Im Sommer gab es dunkle und helle Maulbeeren in langen schmalen Körben, die mit Weinblättern bedeckt waren, um sie vor Insekten zu schützen. Kaktusfrüchte wurden auf Tellern verkauft und für den Kunden gehäutet. Sie wurden auf dem Karren in Eimern mit Wasser aufbewahrt.

Seegurken wurden von den Hausierern auf dem Rücken in einem langen verlängerten Röhrenkorb getragen. Die Körbe wurden auf dem Boden abgestellt und die stacheligen Seegurken mit einem grossen Messer auf einem Holzblock, der am Korbrand angehängt war, in Hälften geschnitten. Diese Hausierer wurden oft von Jungen begleitet, die Muscheln und Schnecken frisch aus dem Meer verkauften. Der Sommer brachte auch Wasserverkäufer mit einem kleinen Fass, das an einem Schultergurt angehängt war, auf die Strassen. Ausser diesen Waren konnte man alles, was man brauchte von Strassenhändlern erhalten. Stoff wurde auf der Schulter des Hausierers mit einer Elle gehalten, die er auch benutzte, um diese auszumessen.

Alle diese Hausierer und Strassenhändler, die zu Fuss oder mit Gefährt kamen, versammelten sich speziell an Sonntagen auch auf Marktplätzen in der Nähe der Kirche. Sie waren die Vorgänger der jetzigen Nachkriegsgeneration, die ihre Waren mittlerweile in Lieferwagen und Trucks anbieten, während die meisten anderen Waren von den moderneren, arbeitenden Frauen in Supermärkten gekauft werden.



25 Eingestellt: 29.05.2007  19:00:02   -  Autor: maltadc_2   

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