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 ZULETZT GELESEN / JÜNGSTE BEITRÄGE

Zum Einkaufen zuhause bleiben

Strassenhändler und Hausierer

Es gab mal eine Zeit, in der die Hausfrauen, ausser für den täglichen Kirchenbesuch, kaum das Haus verliessen, da alles für das Haus von Hausierern erworben werden konnte, die die Strassen von Sonnenaufgang bis -untergang befuhren.

Diese Händler und Hausierer kamen nicht alle zur gleichen Zeit, sondern erschienen zu Zeiten, die über den ganzen Tag verteilt waren. Jeder Hausierer oder Strassenhändler hatte seinen eigenen speziellen Ruf, nicht nur, um seine Waren anzupreisen, sondern auch, um seine Ankunft in einer bestimmten Strasse anzukündigen. Die Regelmässigkeit der Tageszeit wie auch der Tag der Woche und Saison war für die Kunden, die die Hausierer erwarteten, äusserst angenehm.

Die Strassenhändler, von denen ein grosser Prozentsatz Frauen waren, erschienen oft nach langen Fussmärschen auf den Strassen und balancierten dabei Eimer und Körbe auf ihrem Kopf und benutzten die Hände für den Rest. Andere wiederum kamen einen kleinen Handkarren voller Ware schiebend und viele tauchten auch mit Pferd oder Esel auf, die einen grösseren Karren zogen.

Milch wurde noch warm und direkt von der Ziege geliefert. Es gab keine Kühlschränke, so dass die Ziegenhirten morgens und am frühen Nachmittag mit einer Handvoll Ziegen kamen. Die Strassenhändler lieferten frische Eier, Kräuter für den Kochtopf oder als Heilmittel, Obst und Gemüse aller Arten in Säcken oder Bambuskörben und Weichkäsestücke in Eimern mit brackigem Wasser, gepfeffert oder trocken.

Ein weiters Milchprodukt war der Rikotta, warm prozessiert in Salzwasser. Die Hausierer bewahrten diesen in einem Weidenkorb auf, damit er seine Form behielt und nahmen ihn dann jeweils heraus, um mit einem Zwirn, Portionen für ihre Kunden zu schneiden.

Sie brachten auch lebende Hühner und Kaninchen in Käfigen oder einzelne in Säcken, da viele Hausfrauen sie direkt vor Ort geschlachtet und die Kaninchen vor der Bezahlung gehäutet und gesäubert haben wollten. Gepökelter Fisch, maltesische Würstchen, Kapern, rote Paprika, gekochte Bohnen und andere Auswahlzubereitungen für ein Salatgericht waren von den Strassenhändlern zu bekommen.

Der Fischhändler kam an allen möglichen Tagen, aber garantiert freitags, wenn die religiösen Traditionen das Essen von Fleisch untersagten. Er kam auch am Neujahrstag, da Fisch den Familien Glück bringen soll. Dieser war aber häufig nicht erhältlich, wenn das schlechte Wetter das Fischen unmöglich machte.

Einzelne Kurzzeit-Hausierer kamen mit anderen Erzeugnissen wie einheimischem Honig und Orangenblütenwasser, beides Produkte, die neben Kräutern für medizinische Zwecke, sehr geschätzt wurden. Salz wurde in Säcken aufbewahrt, das vor den ersten Regenfällen von den lokalen Salzpfannen gewonnen wurde.

Die Brotverkäufer kamen mit grossen hölzernen Kisten mit Deckel auf einem Karren, die kleinen oder grosse Laibe enthielten, die sie in Portionen schnitten und für den Kunden wogen. Später hatten die Brotverkäufer grosse gelbe, von Pferden gezogenen Kisten, die speziell für deren Zwecke angefertigt wurden.

Im Sommer gab es dunkle und helle Maulbeeren in langen schmalen Körben, die mit Weinblättern bedeckt waren, um sie vor Insekten zu schützen. Kaktusfrüchte wurden auf Tellern verkauft und für den Kunden gehäutet. Sie wurden auf dem Karren in Eimern mit Wasser aufbewahrt.

Seegurken wurden von den Hausierern auf dem Rücken in einem langen verlängerten Röhrenkorb getragen. Die Körbe wurden auf dem Boden abgestellt und die stacheligen Seegurken mit einem grossen Messer auf einem Holzblock, der am Korbrand angehängt war, in Hälften geschnitten. Diese Hausierer wurden oft von Jungen begleitet, die Muscheln und Schnecken frisch aus dem Meer verkauften. Der Sommer brachte auch Wasserverkäufer mit einem kleinen Fass, das an einem Schultergurt angehängt war, auf die Strassen. Ausser diesen Waren konnte man alles, was man brauchte von Strassenhändlern erhalten. Stoff wurde auf der Schulter des Hausierers mit einer Elle gehalten, die er auch benutzte, um diese auszumessen.

Alle diese Hausierer und Strassenhändler, die zu Fuss oder mit Gefährt kamen, versammelten sich speziell an Sonntagen auch auf Marktplätzen in der Nähe der Kirche. Sie waren die Vorgänger der jetzigen Nachkriegsgeneration, die ihre Waren mittlerweile in Lieferwagen und Trucks anbieten, während die meisten anderen Waren von den moderneren, arbeitenden Frauen in Supermärkten gekauft werden.



25 Eingestellt: 29.05.2007  19:00:02   -  Autor: maltadc_2   



QUELLE: http://www.malta-direkt.de/dzw/zweischiff.jpg





Kreuzfahrt - nichts für Umweltschützer

 Die Waterfront Valletta kann bis zu 7 Kreuzfahrtschiffe auf einmal aufnehmen

Man sagt, mit dem Kreuzfahrtschiff in den Hafen von Valletta einzulaufen, sei einer der schönsten Anblicke den Kreuzfahrer bei ihrer Reise zu sehen bekommen.
Die beeindruckenden Festungsmauern erstrecken sich links und rechts und machen sofort deutlich, wie unmöglich es war diese Stadt einzunehmen. Man fühlt sich wie um Jahrhunderte zurück versetzt und sieht die großen Kämpfe um die Stadt vor seinem inneren Auge.
Auch der eintägige Aufenthalt auf der Insel begeistert die meisten Kreuzfahrtgäste. Valletta hat einiges zu bieten, nicht nur für Geschichtsinteressierte, nein auch für Shoppingfans und Leute, die einfach gern im Café sitzen und Leute beobachten möchten.
All diese Vorzüge spiegeln sich in der Anzahl der riesigen Kreuzfahrtschiffe wider, die jedes Jahr den Grand Harbour passieren und an der neuen, eleganten Waterfront anlegen.
In diesem Jahr konnte man an manchen Tagen 7 von diesen riesigen Schiffen im Grand Harbour sehen. Eine unglaubliche Menge, fassen doch die meisten ca. 2000 Gäste und mehr!
In den letzten 3 Jahren ist die Lust am Reisen mit dem Schiff deutlich gestiegen. Über 63% mehr Kreuzfahrttouristen sind auf Malta an Land gegangen.
Das alles ist sicherlich gut für die Wirtschaft und den Tourismus, doch leider vernachlässigt man dabei ganz stark den Umweltaspekt.
Kaum jemand weiß, was für eine unheimliche Umweltbelastung ein einziges Kreuzfahrtschiff verursacht.
Hier ein Beispiel um sich das Ausmaß vorstellen zu können:
In nur einer Stunde bläßt ein Kreuzfahrtschiff, am Kai liegend, so viel Feinstaub in die Luft, wie 50 000 PKWs bei einer Geschwindigkeit von 130 Km/h.
Man muss ich dann nur vorstellen, dass auf dem winzigen Eiland Malta plötzlich, für einen ganzen Tag, 350 000 Autos mit Tempo 130 durch die Gegend fahren.
Malta hat schon sehr viel mit der Anzahl der eigenen Autos zu kämpfen, auf die 400 000 Einwohner kommen mehr als 300 000 registrierte Autos. Doch das Geschäft mit den Kreuzfahrtschiffen stellt dann noch eine zusätzliche, imense Gefahr für die Umwelt dar.
Natürlich ist es traumhaft in den Grand Harbour einzuschippern, doch sollte alles in Maßen gehalten werden.
Auch muss Malta mit Strafen rechnen, da der Feinstaubgehalt in der Luft schon um 20% über dem zugelassenen Maß liegt.



2893 Eingestellt: 10.10.2007  08:56:14   -  Autor: maltadc_2   

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