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QUELLE: http://www.malta-direkt.de/dzw/apepalme.jpg





Auch dafür ist gesorgt: Deutsche Bratwurst auf Malta

 Bratwurst unter Palmen - mal was anderes..!

Auf Malta ist es schwer, etwas für den kleinen Hunger zwischendurch zu finden. Eine leckere Kleinigkeit - ohne sich gleich ins Restaurant setzen zu müssen - ist kaum anzutreffen.
In Sliema, der Einkaufsmeile Maltas, ist dafür allerdings gesorgt. Zwischen Shops, Cafes und der Strandpromenade steht die Rettung gegen den kleinen Hunger:
Ein Bratwurststand.
Seit 1 1/2 Jahren betreiben Daniela und Carsten aus Rosenheim/Oberbayern ihr witziges Bratwurstmobil.
Auf 3 Rädern und in den Bayerischen Landesfarben stehen sie jeden Tag zwischen 11 und 15 Uhr auf dem Parkplatz an der Schiffsanlegestelle in Sliema, The Strand.



Und so kam es dazu:
Die Sehnsucht nach der Sonne und nach einem selbständigen, freien Leben brachte das Paar nach Malta. Nach 3 Besuchen zu 3 verschiedenen Jahreszeiten kam die Idee zum mobilen Bratwurststand. Etwas, das es auf der Insel noch nicht gab.

Die Produkte sollten selbstverständlich erstklassig sein, so wurde schnell entschieden, dass der Rosenheimer Metzger Hilger die Ware produzieren soll. Nach Gesprächen und Kostproben wurde extra eine neue Bratwurst für den Maltesischen Markt "designed". Passend zum heißen Klima mit 20% weniger Fett und den feinsten Zutaten. Der beste Beweis für den einzigartig guten Geschmack ist, dass die Würstchenverkäufer selbst jeden Tag ihre Bratwurst mit großer Begeisterung verspeisen.




Und das Paar verkauft nicht nur Bratwurst, auch Fleischkäse, Debreziner und Currywurst stehen auf der Speisekarte des 3-rädrigen Bratwurstmobils.
An Samstagen werden den hungrigen Maltesern, Deutschen, Schweden, Österreichern, Engländern etc. auch zwischendurch Weißwurst und Weißbier oder hausgemachte Frikadellen mit Kartoffelsalat angeboten. Die hier lebenden Deutschen werden jedes Wochenende mit selbstgemachten Laugenstangen verwöhnt - einzigartig auf der Mittelmeerinsel.

Wenn Sie also der kleine Hunger packt und Sie zusätzlich noch ein paar nützliche Informationen über Malta in Ihrer Landessprache erfahren wollen, dann kommen Sie nach Sliema, The Strand zum Bratwurststand. Wir freuen uns auf Sie!


2898 Eingestellt: 22.10.2007  11:32:40   -  Autor: maltadc_2   




Zum Einkaufen zuhause bleiben

Strassenhändler und Hausierer

Es gab mal eine Zeit, in der die Hausfrauen, ausser für den täglichen Kirchenbesuch, kaum das Haus verliessen, da alles für das Haus von Hausierern erworben werden konnte, die die Strassen von Sonnenaufgang bis -untergang befuhren.

Diese Händler und Hausierer kamen nicht alle zur gleichen Zeit, sondern erschienen zu Zeiten, die über den ganzen Tag verteilt waren. Jeder Hausierer oder Strassenhändler hatte seinen eigenen speziellen Ruf, nicht nur, um seine Waren anzupreisen, sondern auch, um seine Ankunft in einer bestimmten Strasse anzukündigen. Die Regelmässigkeit der Tageszeit wie auch der Tag der Woche und Saison war für die Kunden, die die Hausierer erwarteten, äusserst angenehm.

Die Strassenhändler, von denen ein grosser Prozentsatz Frauen waren, erschienen oft nach langen Fussmärschen auf den Strassen und balancierten dabei Eimer und Körbe auf ihrem Kopf und benutzten die Hände für den Rest. Andere wiederum kamen einen kleinen Handkarren voller Ware schiebend und viele tauchten auch mit Pferd oder Esel auf, die einen grösseren Karren zogen.

Milch wurde noch warm und direkt von der Ziege geliefert. Es gab keine Kühlschränke, so dass die Ziegenhirten morgens und am frühen Nachmittag mit einer Handvoll Ziegen kamen. Die Strassenhändler lieferten frische Eier, Kräuter für den Kochtopf oder als Heilmittel, Obst und Gemüse aller Arten in Säcken oder Bambuskörben und Weichkäsestücke in Eimern mit brackigem Wasser, gepfeffert oder trocken.

Ein weiters Milchprodukt war der Rikotta, warm prozessiert in Salzwasser. Die Hausierer bewahrten diesen in einem Weidenkorb auf, damit er seine Form behielt und nahmen ihn dann jeweils heraus, um mit einem Zwirn, Portionen für ihre Kunden zu schneiden.

Sie brachten auch lebende Hühner und Kaninchen in Käfigen oder einzelne in Säcken, da viele Hausfrauen sie direkt vor Ort geschlachtet und die Kaninchen vor der Bezahlung gehäutet und gesäubert haben wollten. Gepökelter Fisch, maltesische Würstchen, Kapern, rote Paprika, gekochte Bohnen und andere Auswahlzubereitungen für ein Salatgericht waren von den Strassenhändlern zu bekommen.

Der Fischhändler kam an allen möglichen Tagen, aber garantiert freitags, wenn die religiösen Traditionen das Essen von Fleisch untersagten. Er kam auch am Neujahrstag, da Fisch den Familien Glück bringen soll. Dieser war aber häufig nicht erhältlich, wenn das schlechte Wetter das Fischen unmöglich machte.

Einzelne Kurzzeit-Hausierer kamen mit anderen Erzeugnissen wie einheimischem Honig und Orangenblütenwasser, beides Produkte, die neben Kräutern für medizinische Zwecke, sehr geschätzt wurden. Salz wurde in Säcken aufbewahrt, das vor den ersten Regenfällen von den lokalen Salzpfannen gewonnen wurde.

Die Brotverkäufer kamen mit grossen hölzernen Kisten mit Deckel auf einem Karren, die kleinen oder grosse Laibe enthielten, die sie in Portionen schnitten und für den Kunden wogen. Später hatten die Brotverkäufer grosse gelbe, von Pferden gezogenen Kisten, die speziell für deren Zwecke angefertigt wurden.

Im Sommer gab es dunkle und helle Maulbeeren in langen schmalen Körben, die mit Weinblättern bedeckt waren, um sie vor Insekten zu schützen. Kaktusfrüchte wurden auf Tellern verkauft und für den Kunden gehäutet. Sie wurden auf dem Karren in Eimern mit Wasser aufbewahrt.

Seegurken wurden von den Hausierern auf dem Rücken in einem langen verlängerten Röhrenkorb getragen. Die Körbe wurden auf dem Boden abgestellt und die stacheligen Seegurken mit einem grossen Messer auf einem Holzblock, der am Korbrand angehängt war, in Hälften geschnitten. Diese Hausierer wurden oft von Jungen begleitet, die Muscheln und Schnecken frisch aus dem Meer verkauften. Der Sommer brachte auch Wasserverkäufer mit einem kleinen Fass, das an einem Schultergurt angehängt war, auf die Strassen. Ausser diesen Waren konnte man alles, was man brauchte von Strassenhändlern erhalten. Stoff wurde auf der Schulter des Hausierers mit einer Elle gehalten, die er auch benutzte, um diese auszumessen.

Alle diese Hausierer und Strassenhändler, die zu Fuss oder mit Gefährt kamen, versammelten sich speziell an Sonntagen auch auf Marktplätzen in der Nähe der Kirche. Sie waren die Vorgänger der jetzigen Nachkriegsgeneration, die ihre Waren mittlerweile in Lieferwagen und Trucks anbieten, während die meisten anderen Waren von den moderneren, arbeitenden Frauen in Supermärkten gekauft werden.



25 Eingestellt: 29.05.2007  19:00:02   -  Autor: maltadc_2   

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