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 ZULETZT GELESEN / JÜNGSTE BEITRÄGE
QUELLE: http://www.malta-direkt.de/dzw/kirche.jpg





Festa Religjuzi

 Die Festbeleuchtung der St. Josephs Kirche in Msida (Fest am 22.07)

Nun ist sie wieder im vollen Gange, die "Festa"-Saison auf Malta. Seit Anfang Juni hört man die Feuerwerksschüsse schon um 8 Uhr morgens auf der ganzen Insel. Es ist ein Ritual, dass einfach dazu gehört, wie der Schmuck und die Heiligenfiguren.






Knapp 110 offizielle Religiöse Festas werden auf Malta gefeiert. Fast jeder Schutzheilige einer Kirche hat sein eigenes großes Fest. An 3 Tagen, meist Freitag, Samstag und Sonntag, wird dieser gehuldigt und gefeiert.

Los geht es in jeder Stadt knapp eine Woche vorher mit der prächtigen Schmückung der Straßen und der Kirche. Natürlich ist da auch immer ein kleiner Konkurrenzkampf zwischen den aneinander liegenden Städten. Wer verziehrt prächtiger, wer beleuchtet heller...?!



Das große Geschehen an den 3 Festtagen spielt sich immer in der Nähe der Kirche ab. Erst die Messe, dann die Maltesische Blasmusik, dann die Prozession, mit den liebevoll geschnitzten Heiligenfiguren und zum Schluss das krönende Feuerwerk. Auch hierbei geht es ein bisschen um Konkurrenz, denn jedes Feuerwerk wird aus der eigenen Tasche der Bewohner der jeweiligen Stadt bezahlt. Da will sich natürlich keiner lumpen lassen.



Zu jedem Festa gehören auch die kleinen Kiosk-Wägen. Hotdogs, Burger, Zuckerwatte, Eis und natürlich das traditionelle Maltesische Nougat werden nach Kirche und den Anstrengungen der Prozession, mit Freude verzehrt. Besonders die kleinen Malteser kommen da auf ihre Kosten, denn es ist Tradition, dass den Kindern bei einem der kleinen Spielzeugständen etwas gekauft wird. Das kann dann auch schon mal eine nervtötende Tröte sein, die mit voller Hingabe den ganzen Abend in Benutzung bleibt.

Ganz besonders schön anzuschauen sind auch die sogenannten Stehfeuerwerke. Lange Holzpfähle, an denen Feuerwerkskörper in allen Farben, Formen und Größen angebracht sind. Wenn sie angezündet werden drehen sie sich im Kreis und bieten somit einen einmaligen Anblick.

Also, auch ein Tourist sollte sich einmal auf so ein traditionelles Fest wagen. Die tolle Stimmung, die einmalige Blasmusik und das beeindruckende Feuerwerkspektakel sind absolut erlebenswert.

Alle Feast-Termine finden sie auf der unten stehenden Internetseite.

Ein Tipp: Die schönsten, stimmungsvollsten Festas sind: 29.07 Balluta Bay(Sliema)
06.08 Lija (wahnsinns Feuerwerk)
15.08 Attard (schöne Stadt)
26.08 St. Julians (tolle Stimmung)



2793 Eingestellt: 24.06.2007  18:03:23   -  Autor: maltadc_2   
EXTERNE QUELLE
http://www.15thaugust.com/Religious%20%20Feasts.htm

QUELLE: http://www.malta-direkt.de/dzw/feuerwerk1.jpg





So war Silvester auf Malta

 

Maltesische Neujahrsbräuche am Ende des 19. Jahrhunderts

Früh am Morgen des 1. Januars konnte man in den Städten und Dörfern Gruppen von Kindern auf den Straßen sehen, die jeder eine kleine ovalförmige Dose in der Hand hielten. Jedes Kind, das man traf, wünschte einem ein "Is-Sena it-tajba" ein glückliches Neues Jahr, und erflehte das jährliche Scherflein, indem es unmissverständlich mit den Münzen in der Holzdose klirrte. Der Brauch am Neujahrstag ein L-Istrina (ein kleines Geldgeschenk) an diese Kinder, Hausdiener und Personen in niedriger Stellung zu geben, war ein anerkannter Brauch auf der Insel.

Das Geschenkemachen am ersten Tag des Jahres ist ohne Zweifel eine Sitte aus dem Altertum. So unbedarft wie es damals Brauch war, Kindern und Dienern am Neujahrstag Geldgeschenke zu machen, wurde dies im Altertum von den Römern in Huldigung des zweigesichtigen Janus getan, dem Gott des Jahres, der in diesem besonderen Masse im ersten Monat, dem Januar geehrt wurde. Das Geben eines strina im Januar wurde vehement von dem frühen Konzil von Auxerre als ein Akt heidnischer Verehrung verurteilt.

Es gibt ein Essay aus dem Jahre 1592 über Neujahrsgeschenke, das erklärt, dass die Römer grosse Anhänger dieser Sitte waren, auch wenn ihr Jahr erst im März begann und aus 10 Monaten mit jeweils 36 Tagen bestand. Auch als der Philosoph Numa Januar und Februar den anderen 10 Monaten hinzufügte, war es der 1. Januar, an dem sie Geschenke machten. Sogar Romulus und Tatius verfügten, dass ihnen jedes Jahr, unter anderen Geschenken, eine bestimmte Pflanze gebracht würde, zum Zeichen von Glück im Neuen Jahr.

Kaiser Tiberius verbot das Geben oder Annehmen von Neujahrsgeschenken völlig, es sei denn, dies geschah genau am 1. Januar, an dem Tag, an dem die Senatoren, Ritter und andere hohe Persönlichkeiten dem Imperator Geschenke brachten und in seiner Abwesenheit im Kapitol hinterliessen.

An einigen Orten in Malta war es Sitte, dass Männer am Neujahrstag herumgingen und etwas Kalk in die Hauseingänge verstreuten. Das sollte vermutlich Glück bringen, aber es ist nicht bekannt woher dieser Brauch stammt und wann genau er aufkam.

Anlässlich des Jahreswechsels wurden Neujahrsgrüsse verstärkt in Form von Visitenkarten untereinander ausgetauscht, insbesondere innerhalb der Oberschicht der Gesellschaft.

Am letzten Tag des alten Jahres oder am Morgen des 1. Januars gingen Gruppen von Strassenmusikern von Haus zu Haus und spielten beliebte Musikstücke als Neujahrsgruss. Diese Männer verliessen selten ein Haus ohne ein kleines Geldgeschenk als Belohnung dafür zu erhalten, ihre jährlichen Glückwünsche in dieser Form zu überbringen.


27 Eingestellt: 29.05.2007  19:04:52   -  Autor: maltadc_2   

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